Galerieausstellung 2. Quartal 2018

 

Ausstellung mit Kerstin Treichel

Die Ausstellung mit Kerstin Treichel besticht durch kraftvolle Farben, durch starke Kontraste zwischen diesen Farben, durch teils schwer interpretierbare amöboide Formen und durch eine gewisse Dreidimensionalität, die durch das Integrieren von beispielsweise Pflanzenbestandteilen in der Farbe erzeugt wird.

Kerstin Treichel lebt und arbeitet in Heikendorf bei Kiel. Geboren in Preetz ist sie nach dem Abitur für ein Jahr nach Kanada gegangen und hat dort in einem indianischen Reservat zusammen mit der indianischen Urbevölkerung gelebt. Sie erhielt in dieser Zeit Unterricht durch einen lokalen indianischen Künstler, der Kerstin Treichel mit der indianischen Spiritualität und der künstlerischen Umformung dieser Spiritualität in Berührung gebracht hat. Kerstin Treichel hat besonders die tiefe Symbolik der indianischen Kunst erfahren, wie sie auch z.B. bei den in Mythen und Legenden wurzelnden Sandbildern der Navaho-Indianer bekannt sind.  

Nach der Rückkehr nach Deutschland hat Kerstin Treichel für einige Semester Kunstgeschichte und Spanisch studiert, um dann ein Studium der Sozialpädagogik abzuschließen. Danach folgte die Ausbildung zur Gestalttherapeutin. Gestalttherapie ist eine Form von Psychotherapie, in der es um die Auslegung, Deutung und Interpretation von künstlerischem Schaffen geht. Die Hermeneutik, also die Deutung in diesem Fall von künstlerischen Symbolen, ist möglicherweise der gemeinsame Nenner vom Umgang mit indianischer Kunst und deutscher Gestalttherapie.

 

 

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